4. Tag auf See

Dienstag, 10. Januar 2017

In der vergangenen Nacht verschenken wir leider wertvolle Höhe durch ständige Winddrehungen durch dicke Wolken und Squalls. Am frühen Morgen sind wir 10 SM südlicher als unsere Kurslinie verläuft. An sich kein Drama, andere Boote befinden sich noch viel weiter südlich, aber wir wollen nicht so dicht an der Küste von Venezuela entlang segeln. In Küstennähe gibt es immer Fischerboote deren Netze, in der Schiffschraube hängen bleiben können, Müll, über den man drüber fährt, und hier in letzter Zeit auch schon Piraterie. Armin ist sauer über die verlorene Höhe, da SHAMAL, die Amel 55, weiter auf dem nördlichen Kurs mit dem besseren Wind läuft und unser Vorsprung wieder schwindet. Nicole sieht es eher olympisch, Dabei sein ist alles, es muss doch keine Wettfahrt sein. Nein, das ist eine Frage der Ehre, wir kämpfen! Wir wechseln das Amel-System gegen Blister und Besan-Ballooner aus, damit können wir Höhe laufen, und arbeiten uns bis zum Abend wieder auf unsere Kurslinie zurück. Dann kommt das Amel-System wieder raus und wir laufen vor dem Wind SHAMAL hinterher und holen auf! Wir sind wieder im Rennen!

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