Ärgerlich!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Das Befahren der Gewässer von Galapagos ist durch viele Vorschriften erschwert. Außer dem Nachweis, dass das Boot innerhalb einer bestimmten Frist vor Einreise ausgeräuchert worden sein muss, (so geschehen in der Shelter Bay Marina), muss auch das Unterwasserschiff vollständig frei von Bewuchs durch Algen und Seepocken sein. Daher haben wir in Santa Marta auf Empfehlung der Yellow Shirts den Rumpf von einem Taucher reinigen lassen. Der angeblich so günstige Preis betrug 100$ und das angesagte Zertifikat gab es danach nicht. Beim Schnorcheln in San Blas findet Armin dann Flächen am Unterwasserschiff, an denen der Schleim nicht abgewaschen wurde.
Dann hieß es, die einzig sichere Sache sei es, das Schiff in der Shelter Bay Marina an Land zu setzen und das Unterwasserschiff zu säubern. Wir hatten schon einen Termin dafür, da kam die Meldung, dass ein neuerliches Reinigen durch einen Taucher, der dann ein Zertifikat ausstellt, ausreichend sei. Dies könne aber erst in La Playita gemacht werden, weil in der Shelter Bay die Gefahr von Krokodilen im Hafen zu groß sei.
In La Playita wurden die Schiffe dann von einem Team von 4 Schnorchlern und zwei Tauchern gereinigt Das angebliche Zertifikat ist lediglich die Rechnung als PDF, Kosten insgesamt 210$!
Gestern beim Abendessen erzählt Ken von AURORA, der sein Unterwasserschiff in La Playita selbst gereinigt hat, dass er bei einer Kontrolle eines anderen ARC-Bootes nach Reinigung durch die Tauchtruppe noch einige Seepocken gefunden hat! Stefano wird wohl hellhörig, jedenfalls kommen heute morgen Mark und Felix mit einem offenen Fischerboot durch das Ankerfeld gefahren und Mark taucht alle Schiffe ab und kontrolliert die Rümpfe. Bei uns findet er kleine Pocken an den Opferanoden vom Ruder und am Propellerschaft! Na toll, und jetzt? Macht er sie weg? Muss die Truppe von La Playita noch mal anrücken um nachzubessern? Nein, wir können sehen, wie wir das jetzt ab bekommen! Das gleiche findet sich bei RAINBOW.
North hat das Problem, dass sie noch gar keine Reinigung des Unterwasserschiffs hatte. Auf Grund eines Missverständnisses haben sie den Taucher hier in den Las Perlas erwartet. Melike wird sauer und kurz darauf kündigt Stefano ihr einen Taucher für 1400 an. Der steht dann auch pünktlich am Strand, muss mit dem Dingi abgeholt werden und inspiziert den Schiffsrumpf. Sie werden reinigen lassen müssen.Anschließend holt Armin ihn zu ASHIA. Sein Angebot: morgen früh 0800 kann er kommen, 25$ für das Entfernen der paar Seepocken und 50$ für das Bereitstellen des Equipments! Eigentlich sei unser Rumpf ja sauber, aber das Galapagos-Theater! RAINBOW verzichtet auf Reinigung, sie haben vor einigen Jahren schon mal drei Monate auf Galapagos verbracht, wenn sie Probleme bekommen sollten, dann fahren sie eben weiter.
Armin ist sauer, das Ganze wird ihm langsam zu viel. Er will es darauf ankommen lassen, ob wir wegen der paar Pocken abgewiesen werden, für ihn ist Galapagos mit all dem Theater und den Kosten inzwischen „ein rotes Tuch“! Für Nicole ist es hingegen eines der Traumziele der Reise. So hängt der Bordsegen auf ASHIA erst mal ziemlich schief.
Schnorchelnd sind wir beide nicht in der Lage die Pocken am Propellerschaft zu entfernen. Die am Ruder hat Armin mit einem Schwamm abschaben können. Das bordeigene Tauchequipment auszupacken und selber zu tauchen führt zu einer größeren Süßwasser-Reinigungsaktion von Gerät und Neoprenanzug (das Wasser ist inzwischen nur noch 24° warm). Mit dem Wasser müssen wir aber sparen, der Humboldtstrom ist so nährstoffreich, dass die Vorfilter der Wassermacher sehr schnell vom Plankton verstopft werden. Daher wollen wir so bald eigentlich den Wassermacher nicht benutzen.
Am Ende entscheiden wir uns doch für den Taucher morgen und fahren mit SHAMAL, die inzwischen auch angekommen ist, zum Abendessen.

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