Überfahrt nach Kauehi

Donnerstag, 6. April 2017

Es ist 1600 und seit zwei Stunden liegen wir in der Lagune von Kauehi vor Anker, ruhig ohne zu rollen!

Die Überfahrt von Nuku Hiva dauert knapp 3 Tage. Das anfängliche herrliche Segeln am Montagabend ist bald zu Ende. Erst ärgern uns Squalls in der Nacht und gegen morgen wird dann der Wind so wenig, dass wir Mr. Yanmar zum Schieben benötigen. Motorsegelnd legen wir den Rest der Strecke zurück. Tagsüber scheint meist die Sonne, der Wind ist beständig wenig und kaum wird es dunkel, kommen die Squalls und immer wieder heftiger Regen. Marcel und Armin unterhalten sich viermal täglich über das Wetter und den richtigen Zeitpunkt, um durch den Pass in die Lagune einzulaufen.

Tuamotus, der Name wird verschieden übersetzt: „Inseln unter den Wolken“, „Inseln auf dem Rücken des Ozeans“ oder einfach „viele Inseln“. Motu ist die Bezeichnung für Inseln. Zu den Tuamotus gehören 79 Atolle, von denen etwa die Hälfte bewohnt ist. Im Gegensatz zu den hohen, steil aufragenden grünen Marquesas sind die Tuamotus flache, ringförmige Korallenatolle mit lediglich Palmen und Gras. Durch einen Pass gelangt man in das Innere der Lagune. Abhängig von den Gezeiten entsteht im Pass eine ein- oder auslaufende Strömung, die einige Knoten schnell werden kann. Je nach Windrichtung kommt dazu eine Welle, die bei Strom gegen Wind das Einlaufen schwierig bis gefährlich werden lassen kann. Wir wollen möglichst bei Stillwasser ankommen, also um das Hoch- oder Niedrigwasser. Leider geben uns verschiedene Gezeitenrechner etwas differierende Uhrzeiten dafür an! Am Ende erreichen wir den Pass heute gegen 1330, zwar läuft das Wasser noch in die Lagune rein und der Wind bläst uns entgegen, so dass hinter der Einfahrt eine kurze Kabbelsee steht, aber wir passieren ohne Schwierigkeiten. In der Lagune ist das Wasser ruhig, wir können die 7NM bis zum Dorf auf der gegenüberliegenden Seite gemütlich segeln. Am Ende fällt der Anker auf 15m Wassertiefe in türkisblaues, und beim anschließenden Bad deutlich erfrischenderes Wasser. In flacherem Wasser zu ankern trauen wir uns noch nicht. Wir werden das morgen mit dem Beiboot erkunden. Die Korallenköpfe sind für ASHIAs Rumpf nämlich zu hart!

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