Ruderprobleme II

Dienstag, 6. Juni 2017
In aller Frühe geht Terje mit AURORA POLARIS bei SHAMAL längsseits und füllt deren Wassertank wieder auf. SHAMAL wartet immer noch auf die Pumpe für den Wassermacher. Anschließend spielt Marcel Wassertaxi. Er holt uns vom Schiff. ASHIA bleibt hier an der Boje liegen während Armin mit Terje fährt und Nicole auf SHAMAL geht. Pia, die an dem Ausflug von World ARC zum Botanischen Garten teilnimmt, wird an Land gebracht. Wir motoren rüber zur Werft, AURORA POLARIS vorne weg, SHAMAL als Geleitschutz hinterher. Terje hat der Werft das Ruderproblem schon gemailt. Noch während wir unterwegs sind, kommt die Antwort, dass sie leider die Discovery 55 nicht an Land holen können, da der Tiefgang über 2.10m ist und ihr Trailer, der am Traktor hängt, nicht weit genug ins Wasser runter gefahren werden kann, um das Schiff aufzuladen. Was nun? SHAMAL macht an der einzigen Boje vor der Werft fest und AURORA POLARIS geht wieder längsseits. Zum Glück ist es heute fast windstill. Kaum fest, kommt schon der Werftbesitzer, ein junger Engländer, angeschwommen. Er taucht und fotografiert den Schaden, dann fahren Terje und Marcel mit ihm an Land. Sie besichtigen die Werft und besprechen die Möglichkeiten.
Der Plan ist folgender: AURORA POLARIS fährt zurück nach Neiafu an eine landnahe Boje vor der Tauchschule, das Ruder soll im Wasser demontiert werden.
Die Demontage des Ruders dauert den ganzen Nachmittag! Terje und Marcel arbeiten unter Wasser, Armin beginnt den Quadranten in der Achterkabine hinter dem Bett zu lösen. Zweimal muss Werkzeug von ASHIA geholt werden, der Mann von der Werft beendet dann die Arbeit im Boot mit unserem Werkzeug! Wieso sind wir immer diejenigen, die das passende Equipment haben? Das demontierte Ruder wird dann mit Hilfe der Davits aus dem Wasser gezogen und in ein Schlauchboot gelegt zum Transport an Land. Die Reparatur soll voraussichtlich vier Tage dauern.
Nachmittags ist Skippers Briefing für das freie Segeln nach und in Fidschi. Die Flotte wird sich erst in vier Wochen in der Musket Cove Marina wieder treffen. Anschließend gehen wir in den „Dancing Rooster“. Dort kocht ein Schweizer, es gibt Züri` Geschnetzeltes mit Rösti! So lässt sich unser heutiger Hochzeitstag doch noch feiern. Leider fängt es während wir essen wieder mal heftig an zu regnen. Im Dingi bekommen wir nicht nur nasse Füße! Wir sitzen auf den nassen Wülsten, es schüttet von oben und bis wir zurück an den Booten sind, sind alle nass bis auf die Haut! Aber, man muss ja immer positiv denken, es ist Süßwasser und wie schön ist es zu frieren, wenn man den ganzen Tag geschwitzt hat!

2 Kommentare

  1. Warum ihr immer diejenigen mit passendem Equipment und Werkzeug seid? Ihr seid gut vorbereitet, strukturiert und könnt mitdenken…
    Andere sicher auch; aber ihr beide offenbar ein bisschen besser, denke ich.
    Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag! Wir hatten ihn am 28.5. und es, wie bereits des Öfteren geschehen, ca. eine Woche später dann bemerkt 😕

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