Pricegiving mit Überraschung

Mittwoch, 7. Juni 2017
Der Vormittag geht rum mit Computerproblemen. Armins Laptop schaltet eratisch aus. Mal zeigt er Bluescreen, meist aber ist er nur schwarz und startet neu. Es kommt keine Windows-Fehlermeldung und alle Diagnose-Tools behaupten, es sei ein „gesunder“ PC ohne Fehler!
Während Armin mit dem PC kämpft fährt Nicole mit SHAMAL zum Markt. Frische Ananas, Papaya, Bananen, Zitronen, Stangenbohnen und Zwiebeln gibt es heute.
Nachmittags dann fahren wir noch mal in den Ort. Wir müssen Tonga-Dollar holen. Mit der Kreditkarte am Bankomat funktioniert es wieder mal nicht. Also versuchen wir es in der Bank. Es dauert 20 Minuten, bis die Dame die Kreditkarte und den Personalausweis wieder kopiert hat und dann festgestellt hat, dass die Internetverbindung nicht geht und daher die Karte nicht genommen werden kann. Zum Glück haben wir Euro dabei. Weitere 25 Minuten vergehen, bis auf dem Taschenrechner der Betrag in Tonga-Dollar umgerechnet ist, dreimal überprüft und wir dann das Geld erhalten. Jede Bewegung der Angestellten erfolgt im Zeitlupentempo, dabei ist die Bank dank Klimaanlage ein Eiskeller! An deutsche Effizienz gewohnt, werden wir immer ganz kribbelig beim Zuschauen und Warten!
Abends ist dann die große Pricegiving-Party im Mango-Cafe. Zum Auftakt spielt die Blaskapelle einer hiesigen Schule bekannte Rhythmen. Es sind nicht unbedingt Klänge, die man mit Tonga in Verbindung bringen würde, sie könnten auf jedem Volksfest bei uns auftreten. Einzig ihre Kleidung, Rock mit Bastmatte, und die Tanzeinlagen beim Spielen, unterscheiden sie von unseren Blasorchestern.
Nach dem ausgezeichneten Dinner mit lokalen Speisen ist die Preisverleihung. Zunächst bekommt Lars von SANDVITA einen Preis für sein Pizza-Event auf Suwarrow. AURORA POLARIS wird als bester Wasserlieferant der Flotte geehrt. Nach NORTH und SHAMAL bekommt inzwischen auch ALTAIR den Wassertank von ihnen gefüllt, da deren Batterien kaputt sind und Generator und Wassermacher steiken. Dann werden die Preise für Leg 5 verliehen. SHAMAL hat die Leg-Declaration erst gar nicht abgegeben, wir haben sie zwar abgegeben, aber Niue gestrichen. Um so erstaunter sind wir, als Stefano uns für den ersten Platz aufruft! Soll das ein Witz sein? Wir sind vor Niue abgebogen und direkt nach Tonga gesegelt, wir gehören eigentlich disqualifiziert! Nein, das sei okay so, wir waren eben schnell! Nun, Nicole widmet den Preis um, statt für den ersten Platz ist es wohl eher der Trostpreis, weil wir als einzige nicht in Niue waren. (Worüber wir auch ganz froh sind, wenn wir die Stories vom Ankerplatz hören!)
Der Preis ist ein aus Naturmaterial hergestelltes Bild, das der Tourismusverantwortliche von Vava`u gestiftet hat. Dieser, Bruno, ist der Präsident des hiesigen Lions-Clubs, der heute sein 100-jähriges Bestehen feiert! Armin überbringt Grüße und Glückwünsche vom Lions-Club Günzburg.

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