Hillsborough Beach, Vanessas Ankunft und die Preisverleihung

Sonntag, 30. Juli 2017
Um 0500 geht es schon mit dem Bus los auf die einstündige Fahrt zum Hillsborough Nationalpark, um bei Sonnenaufgang die Kängurus und Wallabys zu sehen, die zum Salzlecken an`s Meer kommen. Im allerersten Morgengrauen erreichen wir den Strand. Die Tiere sind schon da. Der Parkwächter markiert eine Linie im feuchten Sand, die wir nicht überschreiten sollen, um die kleine Herde nicht zu verscheuchen. Dann legt er Futterhäufchen aus, 14 Tiere, 14 Häufchen! Einerseits ist das eine unnatürliche Inszenierung, andererseits aber wohl die einzige Möglichkeit, die wild lebenden Beuteltiere anschauen zu lassen ohne sie zu sehr zu stören. Nun, sie lassen sich nicht stören, fressen ungerührt an wechselnden Stellen während die Kameras klicken und hinter ihnen die Sonne aufgeht. Eines der kleinen Wallabys trägt ein Junges im Beutel. Die Babys bleiben nach der Geburt für sechs Monate im Beutel der Mutter, weitere zwei Monate gibt es ein „hopp off, hopp in“, bis die Mutter das Einsteigen verweigert weil das Junge zu schwer geworden ist. Eines der Kängurus, Bridget, ist mit der Flasche aufgezogen worden und hat wenig Scheu vor Menschen. Nach dem Fressen hoppelt sie auf uns zu, kommt dicht heran, lässt sich aus nächster Nähe fotografieren und sogar von der kleinen Inez anfassen. Das aber sieht der Parkwächter gar nicht gerne. Er weist darauf hin, dass es wilde Tiere sind, die immer durch eine falsche Bewegung erschreckt werden können und dann kratzen oder sogar zubeißen können. Er fürchtet, dass, wenn die Behörden dann davon Kenntnis bekommen, das Tier erschossen wird weil es gefährlich sei! Nachdem das Futter vertilgt ist und die Sonne aufgegangen ist zerstreut sich die Herde vom Strand in die angrenzende Wildnis. Dieses Erlebnis war das frühe Aufstehen wert. Auf uns wartet noch ein Frühstück im Lokal eines nahe gelegenen Campingplatzes, dann geht es zurück zur Marina.
Um 1215 kommt Vanessa müde nach einer anderthalbtägigen Reise von München über Dubai und Brisbane am Flughafen in Mackay an. Ihre mehr als 30 kg Gepäck bestehen fast nur aus Ersatzteilen, einem neuen Laptop für Armin und der heiß ersehnten Drohne! Leider musste der Thermomix aus Platz- und Gewichtsgründen dann doch zuhause bleiben!
Abends findet das Price-Giving für Leg 7 statt. Die ganze World-ARC-Family ist positiv überrascht! Das Ambiente ist gediegen, das Buffet reichhaltig, leere Schüsseln werden sofort nachgefüllt und auf jedem Tisch stehen Wasser-, Rot- und Weißweinflaschen „for free“ und zur Begrüßung gibt es ein Glas Sekt! Zum Dessert steht eine Soft-Eis-Maschine da und Kaffe gibt es zur Selbstbedienung. Haben unsere Beschwerden doch schon etwas genützt? Am Ende bedankt sich Andy, der Unternehmensberater, bei allen Teilnehmern für ihre Bereitschaft mit ihm zu reden mit einer nochmaligen Runde Sekt.
Vor der Preisverleihung bekommen alle Teilnehmer eine Urkunde über die erfolgreiche Überquerung des Pazifischen Ozeans ausgehändigt. Dann werden AINT FANCY, AURORA POLARIS, TIMSHEL und TAISTEALAI verabschiedet. Sie werden hier in Mackay entweder pausieren oder ganz aussteigen. ARABELA bekommt einen Sonderpreis für die beste Stegparty gestern. Die beiden fragen sich allerdings, wieso sie für ein „Besäufnis“ gelobt werden, aber nicht dafür, dass sie als erste im Ziel waren? Nun, auch ein paar andere Boote stellen sich inzwischen die Frage, wie die Ergebnisse eigentlich zustande kommen! Insgesamt ist dieser Abend aber ein voller Erfolg! Erstmals haben wir das Gefühl, dass die Veranstaltung zu dem passt, was wir als Startgeld gezahlt haben.

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