Abschied von St. Helena

Freitag, 2. Februar 2018
Um 0700 weckt uns James vom Yacht Service. Er bringt die Wäsche zurück. Sie wurde in „Annies Laundrette“ sauber gewaschen, getrocknet und ordentlich zusammengelegt, außerdem riecht sie gut! Wir sind zufrieden.
Wieder geht es mit dem Wassertaxi an Land. Heute ist es windig und James, der Taxifahrer, fährt zügig gegen Wind und Welle. Dass wir dabei ziemlich nass werden, findet er nur lustig!
Wir müssen ausklarieren. Also zuerst zu Immigration, wo unsere Pässe gestempelt werden. Außerdem müssen wir ein Formular ausfüllen, um uns in Ascension anzumelden. Es soll dann vom Telekommunikationsladen aus nach Ascension gefaxt werden. Die Fragen drehen sich hauptsächlich um die Krankenversicherung, bei wem, wie hoch, wofür! Weiter müssen wir zum Hafenmeister, unseren Bojenplatz bezahlen, und dann zum Zoll.
Es leben 5000 Einwohner auf der Insel, die Altersverteilung erscheint uns gesund. Von den Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter sind z. Zt. nur sieben! arbeitslos, d. h. sie beziehen staatliche Unterstützung. Aber wie definiert man „Arbeitslos“? Schaut man in die Geschäfte und Amtsstuben, so hat man das Gefühl, dass die Hälfte der dort angestellten Personen eigentlich ohne Arbeit ist! Überall sitzt man rum, plaudert oder isst. Am besten gefällt uns das Gefängnis. Es gibt keine Kriminalität auf St. Helena. Im Gefängnis ist keiner, alle Fenster und Türen stehen offen und die beiden Wärter lehnen rauchend im Eingang! Gefängnisaufseher auf St. Helena, ein absoluter Traumjob!
Es gibt übrigens Geschwindigkeitskontrollen auf St. Helena! Die Polizei verfügt über eine Laserpistole!
Um das aktuelle Wetter einzuholen und noch mal Internet-Zugang zu haben, setzen wir uns in „Anne`s Place. Dieses Lokal ist der Treffpunkt der Yachties. Die Decke hängt voller Nationalflaggen, Clubstander und Bootsfahnen. Wir entdecken die Fahne der World ARC 17/18, auf der alle Boote unterzeichnet haben. Thomas steigt auf einen Stuhl und schreibt auch ASHIA und TOUJOURS BELLE noch dazu.
Thomas lässt es sich heute nicht nehmen, er muss die Jacobsleiter erklimmen. Er schafft die 699 Stufen in 18 Minuten nach oben und kommt nach kurzer Pause auch wieder hinunter, Respekt! Wir drei fotografieren ihn von unten!
Um 1730 lösen wir die Festmacher von der Boje und motoren hinter TOUJOURS BELLE aus der Bucht. Vor uns liegen 700 SM bis nach Ascension.


4 Kommentare

  1. Liebe Nicole, lieber Armin,
    Ashia sendet nicht mehr? Gut, dass wir eure Reise verfolgen können und euch im Marina Park Fortaleza wissen. Hoffentlich mit nur kleinen technischen Schwierigkeiten, damit ihr noch ein Stückchen Brasilien geniessen könnt. Wenn auch nicht in jeglicher Hinsicht, aber bezüglich der Früchte seid ihr im Paradies, besonders in dem der leckeren Cashews (und ganz viel mehr). Lasst es euch gut gehen, wir denken an euch und schicken viele Grüße Heiner und Hilde

      1. Liebe Nicole und lieber Armin,
        wie schön, es kommen wieder Berichte und Bilder an, vielen Dank!
        Genießt ein bisschen Brasilien und die Wärme – so eisig wie jetzt war es hier lange nicht,
        unter -15°C bei scharfem Ostwind!
        Seid schnell wieder ganz gesund und lasst euch schön von den Elementen in die Karibik tragen.
        Viele liebe Grüße von Heiner und Hilde

  2. Liebe Nicole,
    wann immer du es lesen kannst – wir denken an dich und gratulieren dir von Herzen zum Geburtstag! Wir wünschen euch beiden weiter viel schönes segeln und viele interessante Ankünfte. Gerade erhärtet sich ja der Verdacht, dass das nächste Ziel nicht Cabedelo heißt, sondern Fernando de Noronha? Wir werden bald wissen, wo der Geburtstag (nach)gefeiert wird! Armin und dir viele Grüße von Heiner und Hilde

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.