Belfast-City-Tour

Sonntag, 8. Juli 2018

Um 1000 geben wir das Auto bei SIXT ab und der freundliche Fahrer des Shuttle-Busses bringt uns in das Titanic-Viertel. Die RMS TITANIC, ein Passagierschiff der White Star Line Reederei, wurde in Belfast auf der Werft Harland & Wolff gebaut und am 2. April 1912 in Dienst gestellt. Bereits 12 Tage später, am 14. April 1912, sank sie nach Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik, etwa 300 SM südöstlich von Neufundland. Der Untergang der TITANIC gehört auf Grund der hohen Anzahl von Opfern, 1514 von über 2200 Personen starben, zu den größten Katastrophen der Seefahrt. Seit 2012 steht in Belfast neben dem Gelände der ehemaligen Harland & Wolff Werft das größte Titanic-Museum der Welt, ein imposanter Bau. Neben dem Museum kann man Dock und Pumpenhaus besichtigen und einen Rundgang durch die SS NOMADIC, das restaurierte letzte Schiff der White Star Line, machen.

Mit dem roten Hopp-on-Hopp-off-Bus fahren wir dann durch Belfast. Im Gegensatz zu Dublin, wo wunderschöne alte Gebäude dominieren, findet sich hier ein wildes Nebeneinander alter viktorianischer und neuerer Gebäude. Der Renovierungsbedarf scheint hoch. Wir touren durch die Vororte mit den Häusern der reicheren Bevölkerung bis hinauf zum Parlamentsgebäude.

Die Fahrt geht aber auch durch die früheren Brennpunkte, z.B. entlang der Peace Wall. Solche Friedensmauern in nordirischen Städten trennen die Wohngebiete irischer Republikaner von denen pro-britischer Unionisten. Die hohe Mauer in Belfast, errichtet 1969, sollte eigentlich längst abgerissen werden, doch die Bevölkerung will sie zum Gedenken erhalten. Hier wie auch an vielen Häuserfronten und Mauern der Stadt finden sich Wandbilder, murals, die sich mit den Auseinandersetzungen der jüngeren Vergangenheit beschäftigen.


Auf dem Weg zum Bahnhof machen wir noch einen Abstecher ins Victoria Square Shopping Centre. Dieses futuristische Gebäude hat eine Glaskuppel, zu der man hochfahren oder steigen und einen guten Rundumblick über die Stadt werfen kann.


Mit dem Zug geht es dann zurück nach Bangor. Wir zahlen schon mal die Hafengebühren, denn wenn das Wetter passt, wollen wir morgen rüber nach England segeln. In der Marina von Androssan, westlich von Glasgow, erwarten wir am Mittwoch noch mal Vanessa und Claus.

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