Von Ardrossan nach Port Ellen, Islay

Donnerstag, 12. Juli 2018

Früh um 0745 motoren wir durch das enge Stormgate aus der Marina in den Vorhafen. Die Signalanlage auf der Kaimauer zeigt zweimal rot über grün, d.h. die eigentliche Hafenausfahrt ist gesperrt, der Hafen aber grundsätzlich geöffnet. Wir müssen warten, bis die Fähre ausgelaufen ist, dann leuchtet es dreimal grün, wir dürfen raus. Den größten Teil der heutigen 68 SM müssen wir motoren. Es geht vorbei an Inseln und Leuchttürmen, für eine Stunde können wir sogar mal segeln. Kommt die Sonne zwischen den Wolken durch, ist es angenehm warm im Windschatten, ohne Sonne ist es aber ziemlich kühl.
An der Südspitze von Sanda Island treffen zwei Strömungen aufeinander. Das Wasser wird unruhig, Strudel bilden sich und die Wellen spritzen wieder mal über das Vordeck. Im weiteren Verlauf geht die Strömung mit uns und wir fahren mit bis zu 12 kn Speed über Grund bei bis über 6kn Schiebestrom. So sind wir bereits um 1600 in dem kleinen Hafen von Port Ellen auf Islay, der südlichsten Insel der Inneren Hebriden. Wir bekommen den letzten freien Liegeplatz am Besuchersteg für größere Boote. Für die Liegegebühren gibt es hier nur zwei Klassen, unter oder über 10m Bootslänge, und in den 20 Pfund sind Strom und Wasser mit inbegriffen.
Um den kleinen Ort liegen drei Whiskey-Destillerien. Islay ist eines der fünf schottischen Whiskey-Regionen, der hiesige Whiskey ist für seinen torfig/rauchigen Geschmack bekannt.
Ein Schwanenpaar mit vier flauschigen Jungen kommt zum Schiff und wir verfüttern unsere Weißbrotreste. Unser eigenes Abendbrot besteht aus Nudeln, scharfer Hackfleischsauce und Salat, dazu ein guter Rotwein aus der Bilge.

2 Kommentare

  1. Hallo Nicole, Hallo Armin : Wenn Ihr schon mal so in der Gegend seid, bitte unbedingt die kleine Insel Iona ansteueren. Heute nur noch ein Felshaufen, war das winzige Eiland um die Jahrtausendwende von 3 auf 4-stellig der Nabel der Welt. Von hier aus ist ganz Nordeuropa incl. Bayern christianisiert worden. Wenn einer viel Phantasie hat, kommt er von dem winzigen Flecken fast nicht mehr weg. Unglaublich…
    Und noch einen Tipp:
    Solltet Ihr es an Oban (Whisky !!!) vorbei schaffen, dann bis Fort William weitershippern und dort im Hafen das Lokal „Crannog Seafood“ aufsuchen. Könnt Ihr sogar mit eurem Schiff direkt anlegen.
    Wenn Ihr glaubt, Ihr hattet genug Fisch auf Eurer Reise, dann testet dieses kleine Restaurant im Hafenbecken. Wjammm…..
    Euer Konrad

  2. Habt Ihr noch ein paar Flaschen echten „Port Ellen“ Whisky aufgetrieben ??
    Die Brennerei gibt es bekanntlich nicht mehr, die Rest- Buddels werden mit
    bis zu 3000,00 € gehandelt, je nach Fass..
    Euer Konrad

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