Loch Ness

Montag, 16. Juli 2018

Wieder fahren wir früh um 0800 in die erste Schleusenkammer ein. Hier in Fort Augustus ist es eine Fünf-Stufen-Treppe. Doch das Hinunterschleusen ist einfach, es gibt keine Wasserwirbel in der Kammer, man muss lediglich kontrolliert die Leinen fieren. Vanessa läuft an Land mit und bedient die Festmacher. Pro Kammer geht es um 2 bis 3m hinunter. In der letzten Kammer müssen wir warten, bis die Straßenbrücke davor geöffnet wird. Zwischenzeitlich ist die Schleusenkammer über uns schon wieder voll gelaufen und das Wasser stürzt über die Tore hinunter. Wir liegen hinten und es wird ziemlich feucht!

Unten angekommen legen wir erstmal am Wartepontoon an und frühstücken. Danach reparieren Armin und Claus die vordere Toilette, da das Frischwasser wieder ständig nachläuft. Vanessa und ich gehen einkaufen und shoppen. Lebensmittel sind teuer hier und in den Souvenier-Shops gibt es hauptsächlich kratzige Wollpullover und Decken. Die Kaschmirschals sind hübsch und hochpreisig. Lediglich ein Plüsch-Nessie müssen wir uns jeder mitnehmen!

Nachdem ASHIA auch noch mit viel Frischwasser vom Schleusendreck befreit ist und der Wassertank wieder gefüllt ist, lässt Claus seine Drohne aufsteigen. Doch kaum ist sie in der Luft über der Schleuse, kommt auch schon die Schleusenwärterin und sagt, dass das hier verboten ist, da es sich bei dem Kanal um ein „Monument“ handelt? Also legen wir ab und fahren auf den Loch Ness hinaus. Das Wetter ist heute besser als gestern, immer wieder kommt die Sonne zwischen den Wolken hervor. Der schmale und 36km lange See ist der zweitgrößte Schottlands, auf Grund seiner Tiefe von bis 230m verfügt er aber über das größte Wasservolumen aller schottischen Seen. Er wird gesäumt von grünen Hügeln und Bergen, zwischendrin ein paar Häuser und Viehweiden, einfach idyllisch schön. Mitten auf dem See darf dann die Drohne noch mal fliegen und ASHIA fotografieren.


Auf den letzten Meilen frischt der Wind auf und wir können segeln. Am Nachmittag erreichen wir die Dochgarroch Schleuse und das Ende von Loch Ness. ASHIA wird noch hinunter geschleust, diesmal sind es nur 30 cm, dann machen wir in einiger Entfernung an einer Holzpier fest. Hier gibt es Strom- und Wasseranschlüsse und wir werden über Nacht bleiben.

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