Liegeplatzsuche in Kopenhagen

Sonntag, 26. August 2018

Zunächst noch ein Nachtrag von gestern: nach Austausch der Trockenpatrone am Freitagabend, gutem Zureden und einer ungestörten Nachtruhe funktioniert der Außenmonitor am Samstagmorgen wieder!

Heute lassen wir es gemütlich angehen und starten erst um 1030 von Helsingör nach Kopenhagen. Die 20SM bis zum Hafen von Swanemölle können wir am Wind bzw. mit halbem Wind segeln. Es geht wieder schnell voran, bei 15 bis 20kn Wind laufen wir über 8kn nur mit Genua und Groß. Die Schräglage beträgt nicht mehr als 20°. Der Wind ist unbeständig, so wie es die durchziehenden dunklen Wolken erwarten lassen. Ungefähr 5SM vor dem Hafen machen wir dann eine ganz neue Erfahrung. Plötzlich legt ASHIA sich auf die Seite, das Laufdeck in Lee wird kurz vom Wasser überspült, dann luvt sie an, richtet sich wieder auf und segelt auf ihrem Kurs weiter. Ein Blick auf die Windanzeige zeigt, es waren eigentlich nicht mehr als 20kn Wind. War das eine Fallböe? Soviel Schräglage hatten wir nicht mal beim Zieleinlauf mit 42kn und unter Vollzeug vor Santa Marta, Kolumbien. ASHIA hat sich jedenfalls bestens verhalten und außer, dass sich im Salon ein paar Dinge neu sortiert haben, ist nichts passiert.
Der Hafen von Swanemölle ist besetzt mit Dauerliegern, freie Gästeplätze finden wir nicht. Wir fahren ein Stück weiter in den Kanal von Swanemölle hinein, an dessen Ende noch eine Marina ist. Hier wäre zwar Platz, aber die Umgebung ist trostlos. Altes Industriegelände und Wohnsilos zu allen Seiten und eine belebte Strasse laden nicht zum Bleiben ein. Wir motoren wieder raus und segeln weiter nach Kastrup. Die Marina liegt zwar direkt am Flughafen, aber die Umgebung ist freundlich und einladend. Es gibt genau zwei Liegeplätze, an denen wir mit unserer Bootsgröße längsseits gehen können. Wir haben Glück, einer davon ist frei! Es gibt ein problemloses Anlegemanöver und nachdem ASHIA versorgt ist und die Schwäne und Möwen gefüttert sind gehen wir an Land. Im Hafenlokal schmecken Cappuccino und Kuchen und im Hafenbüro versorgen wir uns mit Hafen- und Stadtplan und zahlen die Liegegebühr am Automaten. Es ist irgendwie traurig, dass es keine Hafenmeister mehr gibt! Das besondere, persönliche Flair der Häfen ist dadurch vorbei. Auch fehlt eine gewisse ordnende Hand. Schade!

3 Kommentare

  1. Das mit der Jeans ist ein Brüller… Ihr glaubt nicht, wieviel von der Sorte es gibt.
    Da sind die kleinen Klabautermännchen am Werk, die jede Nacht kommen und das Ding
    enger nähen – immer und überall !
    Was ist das für ein Gefühl nach Tausenden vom SM wieder Heimatluft zu schnuppern ?
    Wie eng wird es zuHause sein – verglichen mit der „Enge“ auf dem Boot – und der
    Weite drumherum ?
    Euer Konrad

    1. Hallo Konrad! Wir werden wohl zuhause erst mal unsere PLBs (personal locator beacon) am Gürtel tragen, damit wir uns im Haus gegenseitig über AIS orten können! :-))

  2. Muss wohl wieder mal ne Pulle Alkohol ins Wasser, um Gespenster zu verjagen🤔 die Stellplatzsuche mit dem Wohnmobil im Oktober war auch ne Katastrophe 😓entweder zu oder Baustelle 😠die ganze Stadt war Baustelle ☹️ wir sind weitergefahren, obwohl ich unbedingt mal hin wollte 😓

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