Warnemünde

Mittwoch, 5. September 2018
Mit der Fähre geht es wieder rüber nach Warnemünde. Während Armin zu einem türkischen Barbier geht und sich stylen lässt, warte ich gegenüber im Cafe Junge. Anschließend gibt es für uns beide Cappuccino und Met-Zwiebel-Brötchen, schmeckt himmlisch! Bei EDEKA kaufen wir Obst, Yoghurt und Haferflocken. Uns fällt auf, wie unfreundlich und gehetzt die Kassiererinnen wirken. Welch ein Unterschied zu z.B. Südafrika. Supermärkte, egal welcher Größe, hatten dort 10 bis 20 Kassen, mindestens die Hälfte war immer geöffnet, bei Bedarf kamen sofort noch weitere Kassen dazu. Warteschlangen waren kurz und jeder war freundlich. Klar, Personal ist bei uns viel teurer und es wird gespart, aber muss man deswegen auch muffig sein? An der Fähre beobachten wir die ausfahrenden Autos und sehen nur verkniffene Gesichter darin. Die Kassierer sind von einer Art, die sie vielleicht witzig empfinden, ich empfinde es respektlos bis unfreundlich. Muss ich mich von einem wildfremden Typ um die 40 duzen lassen? Wie erfrischend anders war da der Umgang weltweit untereinander! Selbst die ständige Anrede mit Vornamen entbehrte nicht an Respekt und Freundlichkeit.
Erfreulich ist dagegen der Ton im Hohe Düne Spa, wo wir abends noch zur Sauna hingehen. Hier ist das Personal höflich und freundlich, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Ein Ort zum rundum Wohlfühlen.
Zum Abendessen gibt es frische Pfifferlinge und ein leckeres Sauerteigbrot dazu.

Donnerstag, 6. September 2018
Heute kümmern wir uns um ASHIA. Armin steigt in den Hades, um die vor einiger Zeit ausgefallene Bilgepumpe zu reparieren. Nun, sie läuft wieder halbwegs! Der Motor dreht zwar wieder, aber nur eingeschränkt. Wir werden sie mit nach Hause nehmen, zerlegen, reinigen und mit etwas Glück wird sie wieder effektiv pumpen. Sonst wird es wohl eine neue Pumpe geben müssen. Ich putze das Cockpit. In allen Ritzen hat sich Staub angesammelt. Doch erstaunlicherweise ist es insgesamt hier nicht so schmutzig, wie es außerhalb Deutschlands schon war. Selbst mitten auf den Ozeanen, tausende Meilen von der nächsten Zivilisation entfernt, hatten wir beständig eine dünne Schicht schwarzen Feinstaub auf allem liegen. Was nicht wundert, wenn man sieht, was Tanker, Frachter, Kreuzfahrer und Fischereifahrzeuge so aus ihren Schornsteinen lassen. Hier im Hafen, wo Tag und Nacht die Fähren und Ausflugsdampfer vorbeifahren, hätte ich mehr Dreck erwartet.
Nachmittags beim Warten auf die Fähre sehen wir die große Fähre nach Geedser vorbeifahren. Groß steht „Hybrid“ auf dem Rumpf. Ein anderer Fahrgast erzählt, dass die Reederei „ScandLines“ tatsächlich zunehmend auf Hybrid-Antrieb bei den Fähren setzt. In Landnähe sollen sie mit Leichtöl (Diesel) fahren und nur auf See mit Schweröl. Guter Ansatz! Aber die Erprobung auf der kurzen Strecke rüber nach Geedser ( ca 20 SM) ist wohl ein Witz!
Heute wollen wir Grillhähnchen essen im Broiler Grill des Hotel Neptun. Hanko von ANTARKTIKA hat es uns empfohlen. Nun, Armin bestellt sich auch ½ Hähnchen, aber ich finde Matjes mit Grillkartoffel auf der Speisekarte! Da kann ich nicht widerstehen, mag der Broiler hier noch so bekannt sein!

Freitag, 7. September 2018
Vormittags zieht ein Regenband über Warnemünde. Ab Mittags kommt die Sonne raus und es ist angenehm warm im Cockpit. Leider gibt`s hier kein Hafenkino! Abends genießen wir noch mal die Sauna im Hohe Düne Spa und gehen anschließend in`s Steakhaus zum Essen. Morgen wollen wir mal wieder segeln!
Seit wir hier sind, haben wir schon drei AIDA-Schiffe und zwei weitere Kreuzfahrer am Kai liegen sehen. Ganz schön viel los in Warnemünde!

Ein Kommentar

  1. Moin ihr Lieben, also ich finde, dass sich der Service in den Supermärkten doch wesentlich verbessert hat 😊 da habt ihr wohl Grad jemand erwischt, der schlechte Laune hatte 😣
    Und wenn Dich ein 40jähriger duzt, sieh es doch als Kompliment an 😊 er denkt einfach, Du bist in seinem Alter 😉

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