Bustour nach Ijmuiden

Mittwoch, 14. August 2019
Wir verschlafen total, kommen erst am späten Vormittag aus der Koje! Zunächst legen wir ASHIA an einen anderen Liegeplatz. Am Besuchersteg M drückt uns der Wind auf den Steg und der Gang über die Stege an Land ist einen Kilometer lang. Wir verholen ASHIA nach gegenüber an den Kopf von Steg J, hier bläst der Wind sie vom Steg weg, das schont die Fender und unsere Ohren und Nerven. Außerdem müssen wir nur noch 500m bis zum Land laufen. Die Seaport Marina ist echt riesig!
Mittags steigen wir in den Bus nach Ijmuiden. Armin benötigt einen TNC-Stecker für die GPS-Antenne. Der nette Busfahrer rät uns am Marktplatz auszusteigen. So fahren wir durch die Peripherie bis zum Zentrum. Mir fallen die vielen großen Wohnblöcke auf. Obwohl eintönig, machen sie doch alle einen freundlichen Eindruck, stehen mit viel Platz und Grün dazwischen. Breite Fahrradwege säumen alle Strassen und es wuselt von Radfahrern. In der breiten Einkaufsstrasse im Zentrum stehen reihenweise stabile Fahrradständer, hier macht Radfahren Spaß. Leider werden wir nicht fündig und nach einem Burger in einer Imbissstube nehmen wir den nächsten Bus zurück in Richtung Marina. Nach Auskunft eines Verkäufers in einem Elektrogeschäft soll es das gesuchte Teil bei BAKO geben. Na toll, da sind wir auf der Hinfahrt dran vorbei gefahren. Der Busfahrer, der selbe wie auf der ersten Fahrt, beendet seine Fahrt leider ein ganzes Stück vor unserem Ziel. Da es erst in 18 Minuten mit einem neuen Bus weiter gehen würde, befragen wir Google Maps und machen uns zu Fuß auf den Weg. Vorbei an netten kleinen Einfamilienhäusern, die im Gegensatz zu früher inzwischen fast alle Gardinen vor den Fenstern haben, und durch ein Gewerbegebiet erreichen wir den BAKO Store. Neben Freizeitkleidung, Angel-und Campingbedarf haben sie eine riesige Elektronikabteilung. Armin schwelgt fast eine Stunde lang zwischen den Regalen. Außer dem gesuchten Stecker liegen am Ende noch diverse Schalter, Abdichtkappen und zwei kleine 12 Volt-Ventilatoren im Körbchen. Ich nehme eine Faltschüssel für die Pantry mit und, trotz Armins Protest, einen aufblasbaren Schwimm-Getränkehalter in Form eines rosa Flamingos. Irgendwann werden wir das warme Mittelmeer erreichen und dann kommt er zum Einsatz!
Erst zu Fuß und dann per Bus geht es zurück zum Hafen. Hinter den Dünen liegt der Strand. Der Wind von See bläst uns den feinen Sand zwischen die Zähne, doch hinter dem gläsernen Windschutz der Strandbar sitzt man warm und gemütlich. Leider ziehen wieder mal schwarze Wolken auf, so dass wir zurück zum Schiff laufen. Kaum an Bord fängt es auch schon an zu regnen.
Wir werden wohl noch ein paar Tage hier in Ijmuiden bleiben. Es scheint, als ob eine Wetteränderung mit für uns günstigen Winden erst Anfang nächster Woche kommen wird. Hier liegen wir ruhig und geschützt, Amsterdam ist mit dem Bus zu erreichen und an Bord ist noch genug zu tun, so dass uns nicht langweilig werden wird.





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