Marina Oeiras

Freitag, 6. September 2019
Mittwochabend sitzen wir gemütlich mit unseren Schweizer Bootsnachbarn Elisabeth und Toni von der SY REGINA bei uns im Cockpit und lassen uns einen spanischen Rose-Wein schmecken. Spät am Abend gesellt sich noch ein weiterer Segler dazu, Jochen von der SY CAROLINE. Hier im Hafen wehen doch schon einige Flaggen der ARC und ARC+ 2019. Wie immer, wenn sich Segler treffen, gibt es soooo viel zu erzählen. Inzwischen gehören wir zu den „Erfahrenen“ und müssen viele Fragen beantworten. Ich erinnere mich noch gut, wie wir damals die Informationen gesammelt haben.
Der Donnerstag vergeht mit Wäsche waschen, Faulenzen und einem erholsamen Mittagsschlaf. Den benötigen wir auch dringend, am Abend besuchen wir Natascha und Jochen auf der CAROLINE und wieder ist es nach Mitternacht, bis wir zurück an Bord sind.
Hier in der Marina beginnt jeder Tag mit einem ausgiebigen Frühstück mit leckeren frischen Brötchen. Die legt der Marinero jeden Morgen leise an Deck ab, ein netter Service des Hafens. Mit Uber-Taxi fahren wir in ein kleines Einkaufszentrum. Im Mini-Supermarkt holen wir Obst, Yoghurt, Nescafe und den guten portugiesischen Rose-Wein von gestern namens „Mateo“ in der Pseudo-Bocksbeutel-Flasche.
Über FaceBook kommt mal wieder ein Kontakt mit einem Segler aus der Amel-Gruppe zustande. Er segelt gerade Richtung Lissabon. Leider werden wir uns genau verpassen. Auch ein Treffen mit Louise, Jörgen und den Kindern von TAKE OFF, die hier in Lissabon leben, lässt sich leider zeitlich nicht arrangieren.
Wir studieren die Grib-Daten, beobachten die Wetter- bzw. Windentwicklung. Böse Zungen behaupten, für Segler gäbe es nur drei Arten von Wind: zu viel Wind, zu wenig Wind und Wind aus der falschen Richtung! Können wir auf dieser Tour nur bestätigen. Und so wie uns ist es allen anderen auch ergangen. Jeder klagt über viel zu viele Motorstunden. Nun, es scheint, als ob es morgen passen würde, dass wir mit dem Wind um das Cabo de Sao Vicente segeln können und am Montag dann mit dem endlich drehenden Wind durch die Strasse von Gibraltar kommen. Wenn es gut läuft könnten wir am Dienstag oder Mittwoch in Almerimar sein. Das wären dann etwa 420 SM von hier aus.




2 Kommentare

  1. Hallo Ihr zwei Lieben,
    eigentlich wissen wir Segler alle, daß es noch eine weitere Art von Wind gibt. Das Problem ist nur daß die meisten glauben, daß sie nicht die Zeit haben darauf zu warten. Genießt Portugal und Spanien, vor allem die Algarve und anschließend das Mittelmeer. Wie grüßen Euch ganz lieb aus Down Under. (Australien)
    Rosie & Peter
    SY RAINBOW

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.