Von Andratx nach Empuriabrava

Dienstag, 8. Oktober, bis Mittwoch, 9. Oktober 2019
Am Dienstagmorgen um 0915 verlassen wir die Marina. Armin ist einigermaßen fit, er steuert ASHIA aus der Bucht, während wir Fender und Leinen verstauen. Unser Ziel ist Nizza. Zwischen Mallorca und der vorgelagerten Insel Sa Dragonera motoren wir noch, dann können wir Segel setzen und mit halbem Wind geht es den ganzen Tag unter weißen Segeln flott voran. Das hatten wir auf der ganzen Tour noch nicht! Vanessa, die sich anfangs auf dem Achterdeck sonnt, klagt nachmittags darüber, dass es im Wind im Cockpit kühl wird. Claus schlägt vor ihr die Bettdecke zu holen. Ich protestiere, Decken von unten haben im Cockpit nichts verloren! Warum??? Wegen Salzwasser! Wie zur Bestätigung schickt Rasmus uns kurz darauf eine Welle bis ins Cockpit hinein. Jetzt glaubt man mir und Armin holt den Whiskey hervor, um Rasmus wieder mal zu besänftigen.
Plans are made to be changed! In der Nacht dreht der Wind, wird schwächer, Mr. Yanmar muss wieder arbeiten. Armin studiert die neuesten Wetterdaten und wir entscheiden uns, den Löwengolf noch nicht zu queren sondern nach Palamos am spanischen Festland zu gehen. Also Kursänderung, Ankunftszeit zum Frühstück. Kurz nach Sonnenaufgang, eine halbe Stunde vor Erreichen der Marina, ruft Claus dort an, um nach Liegeplatz und Kosten zu fragen. Ja, Platz haben sie, für 160€ pro Nacht! Als wir aufstöhnen, meint die Dame nur, „Yes, we know that we are expensive!“ Aber ohne uns! Wir fahren 25 SM weiter nach Empuriabrava. Ich nehme Kontakt mit unseren Günzburger Freunden auf, sie sind tatsächlich noch hier auf dem Campingplatz. Als wir gegen 1330 in die Marina einlaufen, stehen Gisela und Wolfgang schon winkend auf der Mole. Der Marinero kommt uns im Schlauchboot entgegen und begleitet uns zum Liegeplatz. Kaum ist ASHIA festgemacht, kommen die beiden angefahren und wir feiern unser Wiedersehen mit Sekt an Bord. Im Hafenbüro sind ASHIAs Daten von 2014 noch vorhanden. Die Liegegebühr hier mit 80,39€ ist auch kein Schnäppchen, aber tief im Kanal zwischen den Häusern liegen wir zumindest sicher und ruhig vor dem aufkommenden Tramontana, dem Wind, der über die Berge durch den Golf bläst.
Abends holen Gisela und Wolfgang uns ab und wir gehen zusammen ins El Paraiso zum Essen. Hier stimmt mal einfach alles, ein nettes Lokal, freundlichste Bedienung und vernünftige Preise für ein sehr gutes und reichliches Menü.








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