Schlimmer geht immer

Mittwoch, 9. Februar 2022
So langsam reicht es echt mit Calima! Heute sind die Berge kaum noch zu erkennen, so staubig ist die Luft. Unverändert bläst der Wind mit 15 bis 20kn, ASHIA ist wieder eingestaubt. Einziger Lichtblick heute Morgen, der Segelmacher schreibt, dass er morgen Nachmittag kommen will.
Um wenigstens kurz mal raus zu kommen, laufen wir über den Markt zur Mall. Da der Crepes-Stand wider Erwarten schon mittags geöffnet ist, muss Armin sich natürlich einen Nutella-Crepe mitnehmen.
Später kommt Andi zu uns. Er hat eine Mini-Tauchflasche, mit der man ca. 40 Atemzüge machen kann, gerade genug, um z. B. mal nach dem Anker zu tauchen. Leider ist die Flasche leer und in der Tauchschule wollte man sie ihm nicht füllen. So füllt Armin die 0,5l Flasche über unsere Tauchflasche. Und nachdem schon mal alles Equipment ausgeräumt ist, schmeißt er den Kompressor an und füllt unsere Tauchflasche wieder auf.
Gegen Abend lässt der Wind nach, doch der Staub bleibt in der Luft.
Abschied und Ankunft
Donnerstag, 10. Februar 2022
Calima beschert uns ein ständiges Auf und Ab. Heute ist die Luft klarer, der Wind wenigerund der Himmel etwas blauer. Wir verabschieden Danni und Andi. Sie verlassen mittags den Hafen, um nach Arrecife zu segeln, wo sie hoffentlich in den nächsten Tagen endlich ihren neuen Anker mit 100m Kette bekommen werden. In der Ankerbucht von Graciosa war ihnen in einem Sturm die Ankerkralle gebrochen, daraufhin rauschte die Kette aus. Gegen den Sturm ließ sich der Anker nicht mehr einholen. Um größere Schäden zu vermeiden, gaben sie das Ankergeschirr auf, banden einen dicken Fender an das Kettenende, um es wieder zu finden, und verließen den Ankerplatz, um das Wetter in einer Marina abzuwarten. Als sie einige Tage später zurück in die Bucht kamen, um das Ankergeschirr zu holen, war alles weg. Selbst Taucher fanden Anker und Kette nicht mehr. Die konnte wohl jemand gebrauchen.
Wir winken der TIME4US nach, dann kümmern wir uns um ASHIA.Mit Wasser, Schrubber und Seife rücken wir mal wieder gegen den Wüstenstaub vor.
Nachmittags kommt endlich der Segelmacher. Jetzt sind die neuen Kauschen zu breit. Aber mit dem Dremel wird auf dem Steg ein bisschen abgeschliffen bis espasst. Das neue Segel wird probeweise angeschlagen und dann eingerollt und in der Backskiste verstaut. Am Sonntag soll der Wind passen und dann wollen wir es ausprobieren.
Auf JOSEPHINA ist heute Skipper Michael angekommen. Er wird am Samstag mit Gästenzu einem einwöchigen Chartertörn um die Insel aufbrechen. Heute Abend gehen wir zusammen ins„La Cubierta“ zum Essen. Yves, der Wirt, ist immer noch nicht wieder da und die beiden Kellner sind heute mit dem vollen Lokal irgendwie total im Stress. Jedenfalls bekomme ich anstelle des bestellten Oktopus-Salat den gegrillten Oktopus serviert. Egal, ich will nicht noch mehr Stress machen, der gegrillte schmeckt auch. Und irgendwie erinnert das an die Weltumseglung. Da bekamen wir auch öfters nicht das, was wir bestellt hatten. Nach dem Essen setzen wir uns noch für einen Absackerin ASHIAsSalon. Michael, der auch Patentanwalt ist, erzählt von seinen Erfahrungen auf Chartertötns und wir berichten von der Weltumseglung. Wieder ist es ein interessanter und langer Abend.





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