Inseltour Madeira 2

Donnerstag, 12. Mai 2022
Wir zahlen die Marina bis einschließlich Samstag, mit 40% STW-Rabatt. Carlos, unser super netter Marinero, hilft Armin das Segel wieder an Bord zu verstauen, dann setzten wir uns ins Auto und starten zur heutigen Tour. Der kleine Yaris ist unglaublich! Mit 281.000 km auf dem Tacho, voller Kratzer und ausgespachtelten Beulen, innen etwas abgeschabt, ohne Klimaanlage oder Schiebedach, aber mit relativ neuen Reifen, nimmt er die Strassen von Madeira ohne Probleme. Wir haben ja schon einige Inseln erkundet, aber die Steigungen, und damit auch Gefälle, der Strassen hier sind schon extrem. Kurven nur wenn unbedingt nötig!
Zunächst setzt Armin mich in Funchal bei TIME4US ab und geht zur Massage. Zum Lunch gibt es im „Beerhouse“ Rosmarinsteak, dann fahren wir ins Landesinnere. Oberhalb von Funchal, auf etwa 800m Höhe, liegt der Ort Monte. Eigentlich biegen wir von der Hauptstrasse ab, um die hübsche Kirche anzuschauen. Doch wir landen inmitten von Touristengewimmel, denn von hier oben startet die Korbschlittenfahrt ins Tal. Parkplatz ist keiner zu bekommen, aber die Einweiser haben auch kein Problem damit unser Auto zwischen zwei Schlitten „starten“ zu lassen. So fahren wir die steile und enge Strasse hinter einem Korbschlitten her. Zwei Männer stehen hinten auf den Kufen, sie lenken und bremsen mit ihren Lederschuhen und in ordentlichem Tempo geht es bergab. Kurz vor Ende biegen wir ab und fahren auf der eigentlichen Strasse den Berg wieder hoch. Weiter geht es in der Hochebene durch den Nationalpark. Die Gegend ist lieblich, sanft rollende Hügel, sattes Grün, und überall Blumen. Wir sehen Ginster, Lupinen, Oleander, Hortensien und große Büsche von Kamille am Wegrand wachsen. Auch hier wird Weinbau betrieben. Im Dorf Ribeiro Frio wird es wieder touristisch belebt. Hier gibt es eine bekannte Forellenfarm undgroße Busse verstopfen die enge Strasse. Von der Passhöhe auf 1400m geht es dann hinunter nach Faial an der Luv-Küste. Auf dieser Seite ist das Wetter schlechter, der Himmel grau verhangen. Es scheint die „billigere“ und etwas „ärmlichere“ Gegend zu sein. Die Häuser sind nicht mehr ganz so schön und gepflegt wie auf der Lee-Seite. Über Porto da Cruz fahren wir zurück in Richtung Machico. Wir wollen einkaufen. Doch kurz vor dem Supermarkt kommt ein Anruf von Andi. Auf der TIME4US gibt es ein Problem mit der Einstellung des Ruders. Eigentlich wollten sie ja heute noch zu uns in die Marina Quinta do Lorde segeln. Armin und Andi diskutieren kurz am Telefon, doch dann beschließen wir umzudrehen und zu ihnen zu fahren. Danni und ich trinken einen Sekt zusammen während die Männer versuchen, das Ruderproblem zu verstehen und zu beheben. Am Ende können sie sich zwar nicht erklären, wo der Fehler liegt, doch da alles stabil ist und funktioniert, dürfte die Weiterfahrt machbar sein. Die beiden laden uns noch zum Abendessen ein und wir erreichen ASHIA erst im Dunklen wieder. Dabei stellen wir fest, dass unsere Marina wirklich gut bewacht ist. Die Einfahrt geht nur über den Hotelkomplex, und obwohl das Ressort geschlossen ist, gibt es einen Nachtwächter an demgroßen schmiedeeisernen Tor, und es wird extra für uns geöffnet.














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