Eine unruhige Nacht

Freitag, 20. Februar 2026
Am Donnerstagabend nimmt der Schwell wieder zu. Armin kürzt die Mooringleinen vorne und holt die Passarella etwas höher bevor wir schlafen gehen. Es wird unruhig. ASHIA schaukelt von einer Seite zur anderen und auch vor und zurück. Die Leinen knorzen und wir fragen uns, ob wir vom Regen in die Traufe gekommen sind. Gegen 0230 schrecke ich hoch, es rumpelt am Heck. Die Passarella stößt an den Betonsteg. Wie kann das passieren? Armin springt auf und hastet noch draußen. Dabei schiebt er die Eingangsluke so heftig zurück, dass er sich beide Zeigefinger quetscht. Aber Hauptsache die Passarella wird gerettet! Ein Blick zum alten Liegeplatz zeigt, dass es dort noch wilder zugeht. Sogar die dicken 60-Fuß-Katamarane schaukeln in alle Richtungen. Wir kühlen Finger und erst gegen Morgen, als der Schwell nachlässt und es ruhiger wird, können wir kurz schlafen.
Um 0730 ist die Nacht vorbei. Das Auto steht hier direkt vor dem Boot, so dass das Beladen ganz fix geht. Armin kontrolliert noch mal Leinen und Fender, verstaut die Passarella und balanciert dann wieder über die Holzplanke von Bord.
Bei strahlend blauem Himmel und inzwischen kaum noch Wind verlassen wir die Marina. Erst hinter dem Bernadino-Tunnel zieht der Himmel zu. Wir pausieren im frisch renovierten Gasthof Rheinwaldstube in Nufenem und lassen uns Rösti und Schweizer Kässpatzen schmecken. Im Regen geht es weiter und um 1800 sind wir zuhause.
Im Nachhinein finden wir die Erklärung für die Ereignisse der Nacht. Die Dünung lief in die Marina und führte zum ein- und auslaufenden Sog. Dazu hatten wir in dieser Nacht Springtide und der Wasserstand sank tiefer als normal. Dadurch wurden die Mooringleinen vorne lockerer, ASHIA konnte hinten dichter an den Steg und durch dentieferenWasserstandstieß die Passarella an die Pier. Außer ein paar Kratzern ist zum Glück nichts passiert und Armins Finger heilt auch folgenlos ab.






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