Einbau der Passarella I

Dienstag, 7. April 2026
Zunächst machen wir heute Morgen mal eine Einkaufstour. Beim Chinesen holen wir zwei große Plastikboxen und bei M-Marine 4 Shockmounts und jede Menge Schrauben. An Bord sortieren wir Leinen, Abdeckungen und allerlei Kram, der sich im Laufe der Jahre in der Backskiste angesammelt hat. Einiges kommt in den Müll, manches nehmen wir mit nach Hause und Darek möchte aus unseren sehr dicken Festmachern im Garten eine Schaukel für die Enkelkinder machen.
Mittags kommt Arti kurz vorbei und streicht die gestern angebrachte Verstärkung in der Backskiste mit Bilgenfarbe. Armin montiert die Hydraulik auf den Shockmounts fest im Seitenfach. Die Beschaffung von Hydrauliköl mit Viskosität 46 gestaltet sich schwierig. Vielleicht kann Martina von M-Marine es morgen besorgen.
Pia und Martin von der SY CHARLOTTE kommen kurz vorbei. Zuletzt sahen wir uns in Dörnigheim bei einem schnellen Kaffee vor der Apotheke.
Kaum sind die beiden wieder von Bord kommt Arti nochmal. Jetzt werden acht Löcher ins Heck gebohrt für die Halterung der Passarella. Das tut weh! Man bohrt keine Löcher in ein Boot! Aber es ist ja hoch über dem Wasser und für einen guten Zweck!
Mittwoch, 8. April 2026
Wir bestellen das Hydrauliköl bei Martina, holen Brot bei LIDL und fahren zu dem großen Flohmarktladen am Ortsende. Hier gibt es wirklich alles! Von antiken Stühlen bis zu großen Kleiderschränken, alten Radios und Plattenspieler, Schallplatten und CDs, Sportartikel und Kleidung und endlos viel Geschirr und Kristall. Wir stöbern ein bisschen, finden aber (zum Glück) nichts für uns!
Der Nachmittag vergeht mit Überlegungen zum Einbau der Passarella. Armin konstruiert aus Holzleisten ein Modell. Er sägt zwar auf dem Steg, aber erbohrt im Cockpit und ich beseitige ständig Späne mit dem Staubsauger. Arti sagt für heute Abend ab,Pia verabschiedet sich für die Heimfahrt nach Frankfurt und unsere Nachbarn legen ab, um eine Runde draußen in der Bucht vor dem Hafen zu drehen. Sie baden sogar im doch mit 16° noch recht kühlen Wasser. Als sie zurückkommen müssen wir feststellen, dass ihre StB- Mooring im Wasser verschwunden ist und sich nicht mehr finden lässt. So hängensie jetzt nur an der BB-Mooring und noch etwas dichter auf uns drauf. Armin verständigt die Marineros über Funk. Sie schauen sich alles an und sagen zu, morgen gegen 1000 mit einem Taucher zu kommen, um eine neue Mooring zu legen.
Abends laufen wir mal wieder nach Porto Maurizio rein. In der Osteria Dai Pippi bekommen wir für acht Personen keinen Tisch, aber im Il Porto ist Platz und wir genießen hier sehr leckere Pizzen und Fleisch- und Fischgerichte. Und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt!
Donnerstag, 9. April 2026
Marzena fragt, ob wir einen Drucker an Bord hätten, um ein Formular auszudrucken. Natürlich haben wir einen Drucker an Bord. Nur ist er schon ewig nicht mehr benutzt worden, und bis er endlich sauber druckt hat Armin die Farbpatrone so oft raus und rein geschoben, dass seine Finger bunt sind und er ausschaut wie ein Osterei!
Joshua und Familie reisen heute wieder ab, und nachdem Arti abends die Halterungfür die Passarella endgültig am Heck fixiet hat, gehen wir zu viert in die Stadt zum Essen. Da das Sushi-Lokal Fujiyama schon seit Jahresbeginn wegen Renovierung geschlossen ist, testen wir heute das Miyako-Sushi in der Fußgängerzone von Porto Maurizio. Mit dem Fahrstuhl geht es eine Strassenebene hinauf, und dann noch ein Stück durch die Stadt. Das Sushi ist frisch und lecker, der Preis für All-You-Can-Eat angemessen und satt und zufrieden laufen wir zurück. Bergab nehmen wir die steilen Treppen, einen Absacker gibt es noch im Pub.
Freitag, 10. April 2026
Der Tag vergeht mit diversen Fahrten durch Imperia auf der Suche nach dicken Kabeln, Kabelschuhen und Sicherungen sowie einem 24V Ladegerät. Baumarkt, Chinesenladen, Marine-Shop, heute fahren nicht nur einmal zu jedem Laden. Armin bastelt und lötet Provisorien und ist nicht wirklich glücklich mit der Passarella. Nachdem Arti heute nicht kommt, gehen wir gegen 1930 mit den Nachbarn wieder zum Abendessen. Nur zu viert bekommen wir problemlos bei Dai Pippi einen Tisch. Hier serviert man gehobene italienische Küche. Es schmeckt gut, doch die Portionen sind klein und dafür ein bisschen zu teuer.
Diesmal gibt es den Absacker bei uns an Bord. Während ich bei Bier bleibe, vernichten Marzena, Darek und Armin eine halbe Flasche Whisky.


















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