Wieder zu zweit

Montag, 21. Februar 2022
Der Freitag vergeht mit Aufräumen und Waschen. Armin beschäftigt sich mit dem neuen Vulcan-GPS-Plotter. Bevor der richtig eingebaut wird schließt er ihn erst mal provisorisch an und testet die Funktionen. Oh je, alles nicht so einfach. Das Zusammenspiel mit den schon vorhandenen Geräten an Bord gestaltet sich wohl schwierig. Mein Skipper redet immer wieder vor sich hin. So was wie: „Oh was ein schönes Gerät! Oh wie simpel und klar!“ J
Samstag ist Armin weiter mit dem Vulcan zu Gange. Am Ende kommt „der Gerät“ zurück in den Schrank. Eingebaut wird es erst, wenn die letzten fehlenden Teile in Las Palmas besorgt werden können. Abends kommt Michael, der Skipper von JOSEPHINA, zu uns zum Essen. Es gibt Frankfurter Rindswurst, die Vanessa mitgebracht hat. Es entwickelt sich eine heiße Diskussion über Politik, Umweltschutz, Corona und die Zukunft der Erde. Irgendwann wird es mir zu heftig, es gibt Themen, da reagiere ich leider sehr emotional. Ich verziehe mich in die Achterkoje und lese, bis die Diskussion im Salon wieder zu problemloseren Themen kommt und ich mich wieder einklinke. Erst früh um 0200 beenden wir die Runde.
Sonntag installiert Armin ein weiteres virtuelles Fenster. Jetzt können wir auch auf dem Fernseher in der Achterkoje die Umgebung draußen sehen. Den Abend verbringen wir mit Michael im La Cubierta. Um 2200 schließt das Lokal, so dass wir frühzeitig in die Koje kommen.
Der Montag beginnt damit, dass Armin zur Autovermietung im Hafen läuft, um unser vor Wochen schon gebuchtes Auto, einen Fiat 500, zu holen. Er kommt zurück mit einem knallroten Fiat Spider Cabrio. Das Upgrade haben wir bekommen, weil die Autovermietung große Probleme mit Autos für Familien hat. Und in einen Cinquecento passen immerhin zwei Erwachsene und zwei Kinder rein, während unser Cabrio definitiv ein Zweisitzer ist. Wir laden die Kuchenbude in den Kofferraum (geht gerade so!) und fahren nach Arrecife zum Segelmacher, um eine Naht nachnähen zu lassen und ein Befestigungsband zu verlängern. Auf unsere WhatsApp-Anfrage, ob er da sei, kam keine Antwort, aber wir gehen davon aus, dass zumindest mal sein Angestellter vor Ort ist. Doch die Segelmacherei ist geschlossen. Noch während wir vor der Türe stehen, kommt dannAntwort auf`s Handy. Er und sein Mitarbeiter wurden positiv getestet und jetzt ist der Laden eine Woche geschlossen! Na toll! So werden wir das wohl in Las Palmas reparieren lassen müssen.
Wir fahren in die Marina von Arrecife und suchen die TIME4US auf. Zusammen mit Danni und Andi gehen wir zunächst Kaffee trinken und anschließend sitzen wir im Cockpit in der Sonne. Andi und Armin fachsimpeln über das Vulcan, das am Steuerstand der TIME4US installiert ist. Anker und Kette sind endlich wieder am Schiff und sie werden auch die nächsten Tage Lanzarote Richtung Süden verlassen. Wir treffen uns sicher auf einer der Inseln wieder. Auf dem Rückweg besorgen wir in einem der riesigen Chinesen-Läden noch eine PC-Maus und nehmen bei Lidl Brot und Mandarinen mit.
Abends fahren wir noch mal nach Puerto Calero, um beim Inder noch mal ein leckeres Hühnchen-Curry zu essen. Auf dem Parkplatz steht ein großes Wohnmobil mit Dillinger Kennzeichen. Wir kommen mit dem Fahrer ins Gespräch. Dann gesellt sich noch ein junges Mädchen dazu. Sie kommt aus Lübeck, hat unsere Unterhaltung auf Deutsch gehört und freut sich offensichtlich nicht alleine zu sein. Sie hat nach einem Segeltörn hier noch ein paar Tage Zeit und ein keines Wohnmobil gemietet, um die Insel zu erkunden. So ganz alleine, meinen Respekt hat sie.
Zurück in der Marina sehen wir, dass der Crepes-Wagen noch in Betrieb ist. Es ist 2154 und wir wissen, dass er um 2200 schließt. Also Auto parken, quer durch`s Gelände hinlaufen und um 2158 bestellen wir uns die Crepes zum Nachtisch. Gelungenes Ende eines schönen Tags.







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