Tag 1 mit der Knutschkugel

Montag, 28. März 2022
Nach dem Kaffee radelt Armin in die Stadt zu Cicar, um das Mietauto abzuholen. Da ärgert er sich schon über die unfreundlichen Angestellten. Er bekommt lediglich den Autoschlüssel ausgehändigt und muss das Auto, einen weißen Fiat 500, irgendwo im 3. Stock der Parkgarage selber finden. Dann kommt er am Pförtnerhäuschen zur Marina an und möchte, dass aufunsere Schlüsselkarte für den Steg auch der Zugang zu den Parkplätzen auf der Hafenmole einprogrammiert wird. Das geht aber nur, wenn vom Marinabüro eine Email an die Pforte kommt, mit der bestätigt wird, dass man ein Boot dort liegen hat. Und nein, das geht nicht per Telefon. Also muss Armin ein Ticket ziehen, durch die Schranke fahren zum 1km entfernten Office. Der Marinero greift nur zum Telefon, bestätigt der Pforte die Richtigkeit der Angaben, Armin fährt wieder zurück, und jetzt wird die Karte programmiert. Von wegen Email! Als Armin sich beschwert über diesen Irrsinn, heißt es lapidar:„So sind die Vorschriften!“
Wir fahren über die Küstenautobahn in Richtung Süden. Die Umgebung von Las Palmas ist einfach nur hässlich. Wohnsilos im Baustil des Brutalismus und riesige Waren- und Lagerhäuser reihen sich aneinander. Die Landschaft ist trocken und braun. Wir passieren ein Gebiet mit mehreren Windparks. Insgesamt stehen da mindestens 300 Windräder!
Wir fahren durch Maspalomas. Das ist bis auf wenige Ausnahmen übelster Massentourismus. Bettenburgen ragen hoch in den blauen Himmel, Bungalowpark folgt auf Bungalowpark, alle umgeben von hohen Mauern. Lediglich anhand der Dächer kann man erahnen, dass es sich um einzelne, freistehende kleine Häuser handelt. Alles aber weit weg vom Meer. Weiter geht`s nach Puerto Rico. Hier ist es nicht viel anders. Einfach völlig für Tourismus gemacht.
Etwas besser gefällt es uns dann in dem am Ende der Autobahn gelegenen Puerto Mogan. Zwar ziehen sich auch hier die Bettenburgen die Hügel hinauf, aber um den kleinen Yachthafen herum gibt esein paar malerische Gassen mit Ferienwohnungen und Boutiquen im Stil alter Fischerhäuser. Ins Hafenbecken läuft heute, bei Südwind, Schwell hinein und die Boote und die Schwimmstege schaukeln ziemlich. Da sind wir sehr froh, dass wir in Las Palmas liegen. Zum Lunch setzen wir uns in eines der vielen kleinen Lokale. Während wir essen regnet es. Zurück am Auto müssen wir feststellen, dass unsere süße Knutschkugel einen dicken Kratzer am rechten vorderen Kotflügel hat. Und an der Halterung des Außenspiegels fehlt etwas. Ist uns unbegreiflich, wie das passieren konnte, da steht nämlich auch ein Pfosten rechts auf Höhe des Spiegels, der das Dach der Parkplätze stürzt. Da muss jemand beim Rangieren voll reingefahren sein. Zum Glück hat Cicar immer Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, aber das ärgert uns schon sehr.
Auf dem Rückweg stoppen wir in Arguineguin. Hier an der Küste steht seit 1956 ein Zementwerk, das ich 1973 mit meinen Eltern und Tante Lotte besucht hatte, nachdem Papi, bzw. SCO, dort zwei Windsichter hingeliefert hatte. Das Werkscheint noch in Betrieb zu sein, ob es noch unsere Sichter sind, können wir natürlichnicht sehen.
Wir halten dann noch bei Lidl an und nehmen Weißwurst mit.















Ein Kommentar

  1. Wer kennt schon Windsichter 🤔 iiich, seit meiner frühen Kindheit 🤗🤗 wusste zwar nicht, was das ist, aber dass dein Vater die gebaut hat👍

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