Zusammenfassung

Donnerstag, 6. Juli 2017
Die letzten Tage haben wir eigentlich nichts Besonderes getan, wir gammeln ein bisschen vor uns hin. Wir sind müde, haben im Moment keine Lust mehr auf weitere Inseln, Buchten, Bade- und Schnorchelplätze. Rückblickend schmeißen wir schon alles durcheinander. Karibik, San Blas, Las Perlas, Galapagos, Marquesas, Tuamotus, Gesellschaftsinseln, Cook-Islands, Tonga und jetzt Fidschi, das sind 10 Inselgruppen in 6 Monaten (eigentlich 11 mit den Canaren), noch viel mehr Inseln und angezählte Buchten, das Hirn braucht Pause! Wir schlafen aus, frühstücken in Ruhe, gehen direkt gegenüber von Schiff zum Baden, wenn das Wasser da ist! Bei Ebbe fällt die Bucht fast trocken. Wir trinken mittags einen Cider in der Strandbar und essen ein Eis. Zwischendrin ein bisschen Haushalt, die eine oder andere kleine Reparatur, irgendwo ist immer „eine Schraube locker“! Vor zwei Tagen ist ein Feuer beim Abbrennen von Feldern auf der Insel gegenüber völlig außer Kontrolle geraten. Der ganze Hügel brannte und nach einer Winddrehung zog die Aschewolke über die Marina. Mit Staubsauger und Wasserschlauch hat jeder versucht dem schwarzen Dreck beizukommen. Das Leck im Schlauchboot ist abgedichtet, anscheinend erfolgreich!
Das Wasser vom Steg ist kein Trinkwasser, das gibt es nur an der Tankstelle. So lassen wir das Stegwasser durch unser Filtersystem laufen, bevor es in den Tank kommt. Der Duck ist aber so gering, dass es nur tröpfelt. Also baut Armin unsere elektrische Ersatz-Süßwasserpumpe ins System ein. Damit laufen dann 400 l gefiltertes Wasser in einer Stunde in den Tank. Gestern wollen wir wieder Wasser nachfüllen. Doch die Pumpe gibt keinen Rucker mehr von sich! Sie widersetzt sich jeglichem Reparaturversuch. Armin gibt auf und wir lassen das Wasser ohne Pumpe durch die Filter laufen. Es tröpfelt in den Tank doch nach 24 Stunden sind heute morgen auch diese 250 l aufgefüllt. Am ersten der drei Filter sieht man, dass eine Menge grober Dreck im Wasser ist.
Inzwischen sind fast alle Boote hier in der Marina eingetroffen. Erstmals liegen wir alle an einem Steg (es gibt nur den einen!) und es ist einfach schön, problemlos von Boot zu Boot gehen zu können und mit jedem zu sprechen. Fast alle haben ihre Reparaturen und Abenteuer hinter sich. Manche Dinge müssen auch noch bis Australien auf endgültiges Beheben warten. Zwei neue Schiffe sind dazu gekommen, TAKE OFF aus Schweden mit zwei Kindern an Bord und die deutsche AIN`T FANCY. Beide sind mit früherer World ARC gesegelt, hatten Pausen zwischendrin und gehen jetzt weiter. Auch von unserer bisherigen Gruppe werden ein paar Schiffe hier oder spätestens in Australien aussteigen. Allerdings ändern sich die Pläne ständig. Meist weil es nicht einfach ist, einen sicheren Hafen für die Hurrican-Saison zu finden und die Versicherungen nicht mitziehen.
SHAMAL ist gerade auf dem Weg hierher. Heute Abend werden wir Wiedersehen feiern und morgen zum dritten Mal Abschied? Oder gehen sie jetzt doch weiter mit? Wir werden sehen!
Plans are made to be changed!

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