Mit dem Nasenbär durch Südafrika, Tag 2

Samstag, 23. Dezember 2017
Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück im Camper fahren wir zum Weingut VREDENHEIM. Zwar liegt die Anlage hübsch zwischen den Weinfeldern (von Weinbergen kann man hier kaum reden) und es findet gerade eine Hochzeit auf dem Rasen statt, aber eine Weinführung bieten sie nicht an. Auch der dazugehörige Big Cat Park ist mehr ein Zoo. Wir suchen im Reiseführer und fahren weiter nach RUST EN VREDE. Schon die Zufahrt ist herrlich. Ein schmaler Weg führt zwischen Weinfeldern und Rosenhecken zum Gut. Es ist ein Vine Estate, d.h. nichts wird zugekauft, von der Traube bis zur Flaschenabfüllung ist der Wein aus eigener Produktion. Sie sind auf Rotwein spezialisiert. Wir bekommen eine kurze Führung durch den Keller. In Eichenfässern zu 30 und 50l reift der Wein. Die Fässer sehen alle hell und neu aus. Wir erfahren, dass sie nur dreimal benutzt werden, danach würde der Wein zu sehr den Geschmack des Fasses annehmen. Die alten Fässer werden zerlegt und zur Deckenverkleidung in den Kellern hergenommen, oder an größere Weingüter weiterverkauft, die oft Weine aus alten und neuen Fässern mischen. Im Garten unter alten Bäumen, an Tischen mit weißen Tischdecken, probieren wir dann vier verschiede Rotweine. Der letzte und teuerste, 1694 Classification 2014, schmeckt uns am Besten. Das liegt wohl daran, dass er dem Rubin sehr ähnlich zu sein scheint. Bevor wir weiter fahren gibt es noch einen ordentlichen Lunch.
Über die N2 geht es 340km nach Mozzle Bay. Die Strasse windet sich die Berge hinauf mit teils atemberaubender Aussicht und führt dann wieder vorbei an Obstplantagen, Kornfeldern und Weiden mit Kühen oder Schafen. Wir passieren Ortschaften und auch ein paar üble Townships. Am Abend erreichen wir den Campingplatz in Mozzle Bay. Von außen sieht er komplett belegt aus. Aber, der Platzwart geht vor dem Auto her und zeigt uns den wohl letzten freien Stellplatz. Die Nachbarn aus den Zelten zu beiden Seiten fahren ihre Autos beiseite, schon passt es! Der Mechaniker vom Platz ist Armin behilflich einen Stromanschluss zu legen. Es gibt Brotzeit an Bord während wir der Musik vom Nachbarzelt zuhören. Gegen 2200 kehrt dann allgemeine Ruhe ein.

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